Hinschauen. Zuhören. Helfen
Plakataktion setzt zum Suizidpräventionstages ein Zeichen
Amberg-Sulzbach. Am 10. September findet der alljährliche Suizidpräventionstag statt. Um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen und über Suizidalität zu informieren, hat das Nationale Suizidpräventionsprogramm und die AG Regionale Netzwerke eine bundesweite Kampagne gestartet. Auch in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach wird ein Zeichen gesetzt. Der Regionale Steuerungsverbund Amberg-Sulzbach hat anlässlich des Aktionstages eine Plakataktion initiiert. Ziel der Aktion ist es, Aufmerksamkeit für das Thema in der breiten Bevölkerung zu erhalten und regionale Anlaufstellen aufzuzeigen. Denn: eine wichtige präventive Maßnahme um Suizide zu vermeiden ist es, darüber zu sprechen und Hilfsangebote zugänglich zu machen.
In Deutschland nimmt sich alle 51 Minuten ein Mensch das Leben und etwa alle fünf Minuten findet ein Suizidversuch statt. Im Jahr 2024 starben in Deutschland mehr als 10.000 Menschen infolge eines Suizids. Das sind deutlich mehr Todesfälle als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten, illegale Drogen und AIDS zusammen. Die Oberpfalz zählt zu den Regionen mit den höchsten Suizidquoten in Bayern. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag diese bei 13,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern.
Suizid ist kein Randthema, sondern betrifft die gesamte Bevölkerung. Das machen diese Zahlen deutlich. Gleichzeitig stellt Suizidalität weiterhin ein gesellschaftliches Tabu-Thema dar. Betroffenen Menschen fällt es schwer bestehende Suizidgedanken anzusprechen, häufig aus Sorge nicht ernstgenommen zu werden. Umso wichtiger ist es, das Thema Suizid stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und damit zu einer gesellschaftlichen Enttabuisierung beizutragen. Neben der Bereitstellung niedrigschwelliger Anlaufstellen, ist dies ein wichtiges Mittel in der Suizidprävention. Genau hier setzt der Regionale Steuerungsverbund mit der Plakataktion an und erfährt eine breite regionale Unterstützung. Zahlreiche regionale Akteure beteiligen sich an der Aktion. Darunter hausärztliche Praxen, Kliniken, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Apotheken, Gemeinden, Jobcenter und Busunternehmen.
Quelle: Gesundheitsamt Amberg-Sulzbach