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24.07.2026

Suchtarbeitskreis Amberg

erinnert an Drogentote

Amberg-Sulzbach. Anlässlich des bundesweiten Gedenktages für verstorbene Drogengebrauchende am 21. Juli hat der Suchtarbeitskreis Amberg, bestehend u.a. aus dem Gesundheitsamt Amberg und der Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme, mit einer Informations- und Erinnerungsaktion auf dem Amberger Marktplatz auf die weitreichenden Folgen von Suchterkrankungen aufmerksam gemacht. Ziel der Veranstaltung war es, der Verstorbenen zu gedenken, über Suchterkrankungen aufzuklären und Betroffene sowie Angehörige auf bestehende Hilfs- und Beratungsangebote hinzuweisen.

Ein zentraler Bestandteil der Aktion war eine gestaltete Fußbodenzeitung, die sich vom Marktplatz bis zum Malteser erstreckte. Entlang des Weges informierten anschaulich aufbereitete Inhalte über Suchterkrankungen, Präventionsmöglichkeiten sowie bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote in der Region.

Am Infostand auf dem Marktplatz standen Mitarbeitende des Gesundheitsamtes Amberg sowie der Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme Passanten für persönliche Gespräche zur Verfügung. Interessierte konnten sich umfassend über Hilfsangebote informieren und Informationsmaterial zu Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten mitnehmen.

Den Abschluss des Aktionstages bildete ein Gedenkgottesdienst in der Schulkirche. Gemeinsam gedachten Angehörige, Betroffene, Fachkräfte und Interessierte der Menschen, die infolge ihres Drogenkonsums verstorben sind. Wie Carina Rösl vom Gesundheitsamt Amberg berichtete, sind im vergangenen Jahr sieben Menschen in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach infolge von Drogenkonsum gestorben.

„Mit dieser Aktion möchten wir deutlich machen, dass hinter jeder Zahl ein persönliches Schicksal steht. Gleichzeitig wollen wir Betroffenen und ihren Angehörigen zeigen, dass es Unterstützung gibt und niemand mit seiner Situation allein bleiben muss“, so Carina Rösl.

Mit der Kombination aus Information, niedrigschwelliger Ansprache und gemeinschaftlichem Gedenken verfolgt der Suchtarbeitskreis mehrere Ziele: Er möchte auf die Gefahren des unkontrollierten Drogengebrauchs aufmerksam machen, Betroffene und Angehörige über Beratungs- und Unterstützungsangebote informieren sowie die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren und bestehender Stigmatisierung entgegenwirken.

Der Suchtarbeitskreis Amberg setzt sich kontinuierlich für Prävention, Aufklärung und die Vernetzung regionaler Hilfsangebote ein. Der Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende bietet dabei jedes Jahr einen wichtigen Anlass, das Thema Suchterkrankungen stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und Solidarität mit Betroffenen und ihren Angehörigen zu zeigen.

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