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02.09.2026

Neue Expressbuslinie 490 E zwischen Amberg und Weiden

Stundentakt schafft neue Mobilitätsangebote

Amberg. Mit der neuen Expressbuslinie 490 E zwischen Amberg und Weiden wird das öffentliche Verkehrsangebot in der Region deutlich aufgewertet. Am Mittwoch, 2. September 2026, wurde die landesbedeutsame Verbindung offiziell eingeweiht. Bereits einen Tag zuvor hatte sie ihren regulären Betrieb aufgenommen. Im Rahmen der Veranstaltung übergab Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, symbolisch die Fördermittel des Freistaats Bayern für die beiden Teilabschnitte der Achse Neumarkt – Amberg – Weiden an den Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS).

Gastgeber waren Ambergs Oberbürgermeister Michael Fritz als Vorsitzender des ZNAS und Landrat Richard Reisinger. Gemeinsam begrüßten sie Staatsminister Christian Bernreiter sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kommunen, Verkehrsverbund und Verkehrsunternehmen am Amberger Bahnhof.

Stärkung des ländlichen Raums

Die Linie 490 E verbindet Amberg und Weiden im Stundentakt und erschließt dabei auch Ammersricht, Hirschau und Schnaittenbach. Durch die Anbindung an die Bahnhöfe in beiden Oberzentren entstehen zugleich wichtige Übergänge zum Schienenverkehr. Fahrgäste profitieren damit von kürzeren Reisezeiten und besseren Anschlussmöglichkeiten innerhalb der Oberpfalz und darüber hinaus.

Gerade in einem ländlich geprägten Raum kommt diesem Angebot eine besondere Bedeutung zu. Während Amberg über die Schiene vor allem in Ost-West-Richtung mit Nürnberg und Regensburg verbunden ist, fehlte bislang eine vergleichbar leistungsfähige Nord-Süd-Achse zwischen wichtigen Zentren der Oberpfalz. In Teilen der Region verkehren öffentliche Verkehrsmittel zudem lediglich im Zwei-Stunden-Takt. Der neue Expressbus schließt daher eine wesentliche Lücke und verbessert die Erreichbarkeit der beteiligten Städte und Gemeinden.

„Mit der Linie 490 E schaffen wir ein Angebot, das für viele Menschen im Alltag einen echten Mehrwert bietet. Ein verlässlicher Stundentakt und gute Anschlüsse sind entscheidend, damit der Bus auch außerhalb der Ballungsräume eine attraktive Alternative zum eigenen Auto sein kann“, betonte Oberbürgermeister Michael Fritz als Vorsitzender des Zweckverbandes. „Damit eröffnen wir neue Möglichkeiten für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie für alle, die flexibel mobil sein möchten.“

Landrat Richard Reisinger hob hervor, dass ein leistungsfähiger Nahverkehr weit über die reine Beförderung hinausreiche. „Gute Verbindungen sind ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge und tragen dazu bei, Wohnorte, Arbeitsplätze, Bildungsangebote und Versorgungseinrichtungen besser erreichbar zu machen. Zugleich wird damit die Attraktivität des Landkreises als Lebens- und Wirtschaftsraum erhöht.“

Förderung durch den Freistaat Bayern

Die 490 E ist Teil eines größeren Förderpakets. Dazu gehört auch die Expressbuslinie 460 E zwischen Amberg und Neumarkt i. d. OPf., die bereits im Januar 2026 eingeweiht wurde. Zusammen bilden beide Linien eine neue Verbindung von Neumarkt über Amberg bis Weiden und ergänzen damit das bestehende Verkehrsnetz um eine wichtige Nord-Süd-Achse.

Staatsminister Christian Bernreiter stellte in seinem Redebeitrag die Bedeutung solcher Angebote für Regionen außerhalb der Ballungsräume heraus. Ziel sei es, Kommunen besser miteinander zu verknüpfen, die Mobilität der Bevölkerung zu erhöhen und zugleich die Standortbedingungen zu verbessern. Anschließend überreichte er die Fördertafel an die Vertreter des Zweckverbandes Nahverkehr Amberg-Sulzbach.

„Mit der neuen Linie 490 E und der bereits in Betrieb gegangenen Linie 460 E setzen wir ein klares Zeichen für einen zukunftsgerichteten öffentlichen Personennahverkehr in Bayern“, betonte Staatsminister Bernreiter. „Als Freistaat fördern wir die neuen Expressbuslinien in den Jahren 2026 bis 2029 mit fast 10 Millionen Euro. Das ist eine gute Investition in die Mobilität der Menschen in der Region und darüber hinaus, denn sie verbindet Ballungsräume und den ländlichen Raum schnell, bequem und hoffentlich auch sehr zuverlässig.“

Weitere Redebeiträge kamen von Vertreterinnen und Vertretern der Städte Weiden, Hirschau und Schnaittenbach sowie des Landkreises Neumarkt. Auch der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg ging auf die Einbindung der neuen Expressbusverbindung in das regionale Netz ein. Verkehrsunternehmer Alexander Cermak beschloss den offiziellen Teil mit einem kurzen Statement und lud anschließend zur Probefahrt ein.

Unter den eingeladenen Ehrengästen befanden sich unter anderem die Landtagsabgeordneten Bernhard Heinisch und Dr. Harald Schwartz, der Dritte Bürgermeister der Stadt Weiden, Jürgen Meyer, der stellvertretende Landrat des Landkreises Neustadt an der Waldnaab, Stefan Haas, die Erste Bürgermeisterin der Stadt Hirschau, Beate Dietrich, sowie der Erste Bürgermeister der Stadt Schnaittenbach, Marcus Eichenmüller.

Zum Abschluss gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam vom Bahnhofsvorplatz zum Bussteig 13, wo sie die neue Strecke bei einer Probefahrt kennenlernen konnten.

Quelle: Stadt Amberg

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