Auch Wertstoffhöfe nehmen jetzt Sperrmüll entgegen
17.05.2010

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Amberg-Sulzbach. Der Landkreis hat seine Sperrmüllentsorgung ausgeweitet. Seit Samstag, 15., können die Bürger zusätzlich zur Abholung auf Anforderung mittels Scheck Sperrmüll, der auf einem Grundstück im Landkreis angefallen ist, während der Öffnungszeiten auch auf den Wertstoffhöfen des Landkreises anliefern. Diese Erleichterung bei der Sperrmüllsammlung hatte der Umwelt- und Energieausschuss des Landkreises im November 2009 beschlossen. Die Anlieferung auf den Wertstoffhöfen sollte sich jedoch möglichst auf „Kleinmengen“ beschränken. Hierfür ist kein Sperrmüllscheck erforderlich. Größere Mengen an Sperrmüll oder große Teile können bequemer über das Holsystem mit Sperrmüllscheck entsorgt werden.

Die Entsorgung von Sperrmüll im Landkreis Amberg-Sulzbach läuft derzeit wie folgt ab: Privathaushalte und sonstige Anfallstellen wie z.B. Gewerbetreibende, die an das Holsystem für Restmüll des Landkreises angeschlossen sind, können durch Anmeldung mit Sperrmüllscheck zwei Mal im Jahr bis zu je 6 m³ Sperrmüll oder mit 2 Schecks gleichzeitig insgesamt 12 m³ Sperrmüll kostenlos abholen lassen. Ab der 3. Anmeldung mit Sperrmüllscheck pro Jahr ist eine Gebühr von 8 Euro je angemeldeten Scheck zu zahlen.

Den Sperrmüllscheck gibt es bei den Stadt- bzw. Markt- bzw. Gemeindeverwaltungen oder auf den Wertstoffhöfen. Ein Formular kann auch im Internet unter www.amberg-sulzbach.de/abfallwirtschft ausgefüllt und nach Unterschrift beim Amt für Abfallwirtschaft des Landkreises eingereicht werden.
Auf dem Sperrmüllscheck sind die abzuholenden Gegenstände anzugeben.

Der Sperrmüll wird innerhalb von 8 Wochen nach Eingang des Sperrmüllschecks vom Entsorgungsunternehmen abgeholt. Der Abholtermin wird mehrere Tage vorher mit Postkarte vom Unternehmen mitgeteilt. Der Sperrmüll sollte am Abholtag um 6.00 Uhr getrennt nach Altholz und sonstigem brennbaren Sperrmüll an der Stelle bereitgestellt werden, wo üblicher Weise die Restmüll- und Papiertonne zur Entleerung gestellt wird. Das Altholz und der sonstige Sperrmüll werden am gleichen Tag, aber getrennt zu unterschiedlichen Uhrzeiten abgeholt. Der brennbare Sperrmüll wird zur Müllumladestation Amberg in Witzlhof transportiert. Das Altholz wird der Verwertung zugeführt.

Seit Samstag, 15. Mai, kann man Sperrmüll auch auf den Wertstoffhöfen anliefern.Bei der Sperrmüllsammlung sowohl mit Sperrmüllscheck als auch bei der Sperrmüllsammlung auf den Wertstoffhöfen werden sperrige Gegenstände aus Haushalten im Landkreis unter folgenden Voraussetzungen angenommen: Sie müssen zu groß für die Restmülltonne sein, im Rahmen der normalen Haushaltsführung in Haus und Garten, Freizeit und Hobby anfallen und brennbar sein, also überwiegend aus Holz, Kunststoff, Textilien oder ähnlichen Materialien oder Gemischen daraus bestehen.

Es handelt sich vor allem um Gegenstände, die bei einem Umzug üblicher Weise mitgenommen werden, wie z.B. Möbel (einschließlich fest damit verbundener Glasplatten oder Spiegel), Teppiche und sonstige Einrichtungsgegenstände. Damit die Verladung möglich ist, dürfen einzelne Gegenstände die Maße 2 m x 1 m x 80 cm nicht überschreiten und nicht schwerer als 50 kg sein. Schwere Schränke und ähnliche kompakte Gegenstände sind daher gegebenenfalls zu zerlegen.
Angenommen werden auch Kunststoffgegenstände wie Koffer, leichte Gartenmöbel oder größeres Kinderspielzeug wie zum Beispiel Plastiktraktoren oder Bobby-Cars, Matratzen, Federbetten, Teppiche, PVC-, Linoleum-, Laminat- und Parkettböden, Blumenkästen und Blumenübertöpfe aus Kunststoff oder Holz, größere Gießkannen aus Kunststoff oder auch Farbeimer mit Dispersionsfarbresten (keine anderen Farben) oder Teichfolien.

Nicht angenommen wird Restmüll, der in die Restmülltonne passt, also insbesondere Abfälle in Säcken, Kartons oder ähnlichen Behältnissen. Auch Baustellenabfälle wie z.B. Folien, Isoliermaterial, Tapeten, Paletten, Fenster und Türen einschließlich Rahmen, Altreifen, Auto- oder Motorradteile, Gewerbeabfälle und Agrarfolien werden nicht angenommen. Altmetalle und Elektro- und Elektronik-Altgeräte können auf den Wertstoffhöfen gesondert abgegeben werden.

Für Fragen und weitere Informationen stehen die Abfallberater des Amtes für Abfallwirtschaft unter Telefon 09621/39-307 oder 39-147 zur Verfügung.
Ausgediente, aber noch intakte Möbel und Einrichtungsgegenstände werden von karitativen Einrichtungen und Verbänden oftmals gerne zur Weiterveräußerung angenommen; die Abfallberater können Ihnen entsprechende Kontakte vermitteln. Auch über die Rubrik "Die gute Tat" findet sich oft noch eine Möglichkeit, Gebrauchtmöbel einer kostenlosen sinnvollen Wiederverwendung zuzuführen.