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27.05.2005

Wann müssen Minderjährige den Kirwa-Tanz verlassen?

Amberg-Sulzbach. (usc) Der immer wieder zu beobachtende unberechtigte Aufenthalt von Minderjährigen bei Tanzveranstaltungen gibt dem Jugendamt Anlass, Veranstalter und Erziehungsberechtigte gleichermaßen auf die gesetzlichen Vorschriften hinzuweisen.

Die Anwesenheit bei öffentlichen Tanzveranstaltungen ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person darf Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht und Jugendlichen ab 16 Jahren längstens bis 24.00 Uhr gestattet werden. Erziehungsbeauftragte Personen können nur Volljährige sein, die Erziehungsaufgaben wahrnehmen können.

Dies setzt ein Autoritätsverhältnis voraus. Es können deshalb beispielsweise volljährige Geschwister, Verwandte, Freunde der Eltern, Berufsausbilder, Lehrer, Betreuer in Vereinen usw., nicht dagegen eine Freundin/ein Freund erziehungsbeauftragte Personen sein. Die Verantwortung bleibt trotz Erziehungsbeauftragung weiterhin bei den Eltern – auch hinsichtlich Aufsichtspflicht und haftungsrechtlicher Folgen.

Das Jugendamt gibt den Eltern auch einige Empfehlungen. So sollten sie die erziehungsbeauftragte Person persönlich gut kennen und ihr vertrauen können. Die Eltern sollten vorab überlegen ob die erziehungsbeauftragte Person genügend eigene Reife besitzt, um dem Kind oder dem Jugendlichen Grenzen setzen zu können (Alkoholkonsum etc.). Es ist ratsam, eine konkrete, zeitlich begrenzte schriftliche Beauftragung auszusprechen.

Blankounterschriften auf Formblättern mit nachträglicher Eintragung Volljähriger sind keine rechtmäßige Erziehungsbeauftragung. Die Eltern sollten klare Vereinbarungen mit der erziehungsbeauftragten Person bzgl. Rückkehrzeit, Rückweg etc. treffen und prüfen, ob der rechtmäßig Beauftragte auch tatsächlich die Erziehungsbeauftragung wahrnimmt. Eine Weiterdelegation an Dritte ist nicht möglich, so das Jugendamt abschließend in einer Presseinformation.

    

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