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24.03.2004

Tuberkulose nimmt wieder zu

Am 24. März ist Welt-Tuberkulosetag. Dies nimmt das Gesundheitsamt zum Anlass, kurz über diese heilbare, aber weltweit wieder verstärkt auftretende Erkrankung zu informieren.

Die Tuberkulose, früher auch Schwindsucht genannt, ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die weltweit verbreitet ist und auch in unseren westlichen Industriestaaten durch HIV (AIDS-Virus) als Begleitinfektion und Einwanderung wieder zunehmend an Bedeutung gewinnt. Krankheitsauslöser sind so genannte Tuberkelbakterien, die durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Nicht jede Infektion führt auch zu einer Erkrankung - in Deutschland erkranken ca. zehn Prozent der Infizierten. Am häufigsten ist dabei die Lungentuberkulose.

Nach Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) erkranken jedes Jahr weltweit acht bis neun Millionen Menschen an Tuberkulose mit steigender Tendenz, bis zu zwei Millionen sterben jährlich daran. Insgesamt treten etwa 95% der Erkrankungen und 98% der Todesfälle in den so genannten Entwicklungsländern auf.

In Deutschland stellt sich die Situation vergleichsweise günstig dar mit rückläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr: 2003 wurden dem Robert Koch-Institut 7.244 Neuerkrankungen an Tuberkulose gemeldet, das entspricht einer Erkrankungsrate von ca. neun Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. In Amberg und im Landkreis Landkreis Amberg-Sulzbach waren im Jahre 2002 15 Neuerkrankungen zu verzeichnen, davon handelte es sich in fünf Fällen um die so genannte „offene Tuberkulose“, die besonders ansteckende Form.

Im Vergleich dazu waren es 2003 13 Neuerkrankungen, acht davon waren besonders infektiös. Die Daten belegen, dass die Tuberkulose eine fortbestehende Bedrohung darstellt und eine Kontrolle und Überwachung in Deutschland nach wie vor notwendig ist, um einen Wiederanstieg der Erkrankungen zu verhindern. Ziel ist, Erkrankungsfälle möglichst frühzeitig zu entdecken und effektiv zu behandeln. Aufgabe des Gesundheitsamtes ist daher vor allem, die Kontaktpersonen von Neuinfizierten und –erkrankten zu ermitteln, um die Ursprungsquelle festzustellen und die Ausbreitung der Erkrankung von vornherein zu verhindern. So führte das Gesundheitsamt Amberg im Jahre 2003 insgesamt 196 Umgebungsuntersuchungen (Hauttestung oder Röntgenuntersuchung der Lunge) im Umfeld der Erkrankten durch. Weitere 111 Personen standen in Überwachung.

Für Fragen zum Thema steht die Tuberkulose-Fürsorgestelle des Gesundheitsamtes unter der Telefonnummer 09621/39-658 zur Verfügung.  


    

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