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10.06.2024

Richtiges Verhalten bei Stromausfall und gute Vorbereitung

Landratsamt Amberg-Sulzbach informiert die Bevölkerung mit Flyer

Amberg-Sulzbach. Eigentlich ist sie sehr sicher, unsere Stromversorgung - aber was tun, wenn sie trotzdem einmal ausfallen sollte? Schließlich kann so ein „Blackout“, eine langfristige, flächendeckende Versorgungsstörung, nie ganz ausgeschlossen werden. Das Landratsamt Amberg-Sulzbach hat hierzu nun einen Flyer geschaffen.

Der Landkreis befinde sich aktuell in der Fertigstellung eines sogenannten Blackout-Konzeptes - es seien nur noch wenige Details zu klären, schickt Landrat Richard Reisinger voraus. Ein Baustein des Konzeptes war nun die Erarbeitung eines Flyers zur Bevölkerungsinformation, der bereits konzipiert wurde und nun druckfertig vorliegt. Geplant sei eine Verteilung des Flyers an alle Gemeinden in digitaler Form - zur Veröffentlichung auf den gemeindlichen Homepages - sowie die Verteilung in Papierform. Jede Gemeinde soll eine Auflage von zehn Prozent ihrer Bevölkerung erhalten, die Gesamtauflage betrage 15.000 Stück.

Ein Strom-„Blackout“ hätte massive Probleme zur Folge, nicht nur für die Haushalte, sondern vor allem für Krankenhäuser, Trinkwasserversorgung, Banken, Notruf- und Sicherheitseinrichtungen - „ein solches Ereignis kommt einer nationalen Katastrophe gleich“, ordnet Matthias Viehauser von der Abteilung Katastrophenschutz am Landratsamt Amberg-Sulzbach das Szenario ein. Der Flyer gebe wertvolle Hinweise, wie man sich vorbereiten und im Falle eines Falles richtig verhalten könne.

Mit enthalten sei auch eine Checkliste für die Zeit vor, während und nach dem Stromausfall. „Es ist wichtig, stets Lebensmittelvorräte für mindestens zehn Tage, Trinkwasser, Batterien, Kochgeräte, Medikamente, Kleidung und Heizmöglichkeiten vorzuhalten“, erklärt Verena Weigl vom Katastrophenschutz, die den Flyer gestaltet hat. Zunächst gelte es, die Lage festzustellen: Wo ist der Strom überall ausgefallen, funktionieren Telefon und Internet noch, handelt es sich um ein großflächiges Ereignis?

Sei der Fall der Fälle dann doch eingetreten, sollten Notrufleitungen freigehalten und auf Lautsprecherdurchsagen geachtet werden - ein batteriebetriebenes Radio oder Autoradio leiste ebenfalls wertvolle Dienste. Vorsicht, so Verena Weigl, sei aber geboten beim Kochen oder Grillen mit Gas im Haus - es herrsche Erstickungsgefahr, ebenfalls beim Betrieb von Notstromaggregaten in geschlossenen Räumen. Wenn sich die Lage wieder beruhigt habe, gelte es, dass wiederhergestellte Stromnetz nicht gleich wieder zu überlasten, sondern die Geräte erst nach und nach in Betrieb zu nehmen.

Sirenen oder Warn-Apps auf dem Handy, ergänzt Matthias Viehauser, sorgten neben dem Radio für Informationen. Zusätzlich sind die Gemeinden angehalten, sogenannte „Leuchttürme“ einzurichten, die in erster Linie den Ausfall des Notrufsystems kompensieren sollen. Dort könnten Notrufe abgesetzt, Hilfe organisiert und medizinische Versorgung koordiniert werden. Die jeweiligen Standorte könne man bei seiner Gemeinde erfragen.

Zum Schluss haben die Katastrophenschützer des Landkreises noch eine Info für die Landkreis-Bevölkerung parat: „Im Fall eines Blackouts ist eine Rundum-Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger durch die Behörden nicht leistbar. Eine aktive Vorbereitung und Mithilfe der Bevölkerung ist deshalb unerlässlich.“ Jeder müsse sich also selbst auf einen Stromausfall vorbereiten. Der neue Flyer bietet da nun wertvolle Hilfe für den Landkreis.

Der Flyer liegt in den Städten und Gemeinden des Landkreises sowie im Landratsamt Amberg-Sulzbach aus, kann aber auch auf der Homepage des Landkreises unter der Rubrik Bevölkerungsschutz heruntergeladen werden.

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