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27.08.2004

Rapsöl hilft Umwelt und Kreiskasse schonen

Amberg-Sulzbach. Die Umwelt und den Kreishaushalt zu schonen und die Rapsanbauer des Landkreises zu unterstützen. Das ist mit kurzen Worten Sinn und Zweck der Umrüstung des ersten Nutzfahrzeugs des Landkreises auf den Betrieb mit Rapsöl. Landrat Armin Nentwig befüllte am Donnerstag Nachmittag persönlich den Wagen an der Rapsöltankstelle der Firma Solarzentrum Schwab in Haar bei Illschwang. Weitere Fahrzeuge sollen folgen.

Wie Hans-Riederer vom zuständigen Amt für Abfallwirtschaft am Landratsamt berichtete, kostete die Umrüstung durch die Firma Elsbett in Thalmässing rund 2.100 Euro. Bei einem Literpreis von derzeit 59,9 Cent ergibt sich bei einer jährlichen Fahrleistung des VW-Pritschenfahrzeugs von ca 35.000 Kilometer eine deutliche Kosteneinsparung im Kreishaushalt.

Was die Vorteile des Pflanzenöleinsatzes anbelangt, so nannte Riederer neben dem günstigeren Kostenfaktor vor allem die vorzügliche Energiebilanz. Rapsöl ist nach seinen Angaben kohlendioxid-neutral, schwefelfrei und zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Darüber hinaus schont man mit der Verwendung von Rapsöl die Erdölressourcen und tut für die Landwirtschaft neue Einkommensquellen auf. Dies betonte auch Landrat Armin Nentwig, bevor er die erste Befüllung des Dienstfahrzeugs von Wolfgang Ott vornahm: „Wir müssen auf die Landwirte schauen. Für sie bieten sich mit dem Rapsanbau neue Chancen“.

Die Umrüstung des Kleintransporters war nach Worten des Landrats erst der Anfang. „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und weitere Fahrzeuge auf den Betrieb mit Rapsöl umstellen“, kündigte Nentwig im Beisein von Bürgermeister Hans Pickel, Illschwang, an. Nach Nentwigs Angaben gibt es neben Haar auch noch weitere Tankstellen für Rapsöl, etwa in Kemnath am Buchberg und bei den Jura-Werkstätten in Amberg. Das bundesweite Tankstellennetz werde immer dichter.

Hans Schwab, Geschäftsführer der gleichnamigen Solarzellen-GmbH, sprach von stark gestiegenem Interesse am Einsatz von Rapsöl. Als er 1997 seine Tankstelle in Haar eröffnete, damals die erste in Süddeutschland, setzte er rund 1.000 Liter pro Jahr um. Mittlerweile verkauft er in den Sommermonaten rund 15.000 Liter im Monat, im Winter etwa ein Drittel weniger an 115 Stammkunden. Diese können mit einer Tankkarte bei ihm rund um die Uhr Rapsöl zapfen. Im Landkreis gibt es mittlerweile mehrere Pressen zur Herstellung des billigen biologischen Treibstoffs. Das Material dazu liefern Landwirte aus dem Landkreis.

Rapsöl hilft Umwelt und Kreiskasse schonen
Rapsöl hilft Umwelt und Kreiskasse schonen
Das erste mit Rapsöl betriebene Nutzfahrzeug des Landkreises betankte Landrat Armin Nentwig am Donnerstag in Haar bei Illschwang. Rechts von ihm Heiner Ruppert und Hans-Peter Riederer vom Amt für Abfallwirtschaft am Landratsamt, Betriebsinhaber Hans Schwab, Ortsbürgermeister Hans Pickel und Nikolaus Eckstein, dessen Firma die Umrüstung des Dieselmotors vorgenommen hat.


    

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