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04.03.2004

Infektionsbericht 2003

Im Jahr 2003 wurden dem Gesundheitsamt 352 Fälle von 15 verschiedenen Erkrankungen gemeldet, was einen leichten Rückgang der Fallzahlen gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dies geht aus dem eben vorgelegten Infektionsbericht 2003 hervor. Die dem Landratsamt unterstellte Behörde ist auch für das Gebiet der Stadt Amberg zuständig.

Das seit 01.01.2001 geltende Infektionsschutzgesetz (Nachfolger des Bundesseuchengesetzes) regelt, welche Krankheiten bei Verdacht, Erkrankung oder Tod meldepflichtig sind. Aus verschiedenen Gründen ist bei vielen Erkrankungen von einer hohen „Dunkelziffer“ auszugehen.

Durchfallerkrankungen gehören neben den akuten Erkrankungen der oberen Luftwege zu den in Deutschland am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten. Dies zeigte sich auch bei uns, da die infektiösen Darmerkrankungen, die durch verschiedene Erreger wie z.B. Salmonellen, Rotaviren und Campylobacter hervorgerufen werden, einen Anteil von rund 90 % an allen gemeldeten Fällen hatten, heißt es in dem Bericht des Gesundheitsamts.

Besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren meist die zahlenmäßig weit weniger ins Gewicht fallenden, aber oft folgenreicheren Erkrankungen wie FSME (durch Zecken übertragene Hirnhaut- bzw. Gehirnentzündung, Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) oder die Meningokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung durch Meningokokken-Bakterien). Nach sieben FSME-Fällen im Jahr 2002 und der nachfolgenden Einstufung des Landkreises als neues Risikogebiet wurden im Jahr 2003 sechs Fälle gemeldet, von denen vier auf Zeckenstiche im Landkreis zurückgeführt werden konnten. Zwei der Erkrankten hatten sich wahrscheinlich in Österreich infiziert.

Auffällig war, so das Gesundheitsamt, dass fünf Männer zum Teil schwer erkrankt waren, jedoch nur eine Frau. Das Alter lag zwischen 39 und 73 Jahren. Insgesamt wurde seit 2001 nur eine Erkrankung bei einem Kind bekannt. 2003 trat keine Meningokokken-Hirnhautentzündung auf.

Deutlich höhere Fallzahlen als im Vorjahr wurden bei den Salmonellen- und den hochansteckenden Noroviren- Erkrankungen registriert. Ursache dafür waren mehrere Ausbrüche mit jeweils bis zu zwanzig erkrankten Personen.

Die Tuberkulosentwicklung wird von den Fachleuten des Amtes aufmerksam beobachtet und als derzeit nicht besorgniserregend eingestuft.

Eine auffällige Diskrepanz zwischen den gemeldeten und tatsächlich auftretenden Fällen kam bei der Influenza (echte Grippe) zum Vorschein.

Die vom Robert Koch-Institut als aussergewöhnlich heftig bezeichnete Grippesaison 2002/2003 spiegelte sich nicht in den gemeldeten Virusnachweisen, sondern in einer um rund 30 % gestiegenen Zahl der Sterbefälle im Monat März wider, worauf das Amt mit verstärkter Aufklärung und Impfwerbung reagierte. Erstmals wurden die von Kindergärten und Schulen gemeldeten Infektionskrankheiten ausgewertet.

Windpocken und Scharlach standen hier an der Spitze vor den Kopfläusen. Abschließend weist das Gesundheitsamt auf die Gefahr durch neue und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten wie SARS und Vogelgrippe hin, die die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung des Infektionsgeschehens belegen. 


    

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