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06.06.2013

Impfen - ein Thema auch für Erwachsene! Am 12. Juni ist bayerischer Impftag

Amberg-Sulzbach. Anlässlich des Bayerischen Impftages am 12. Juni weist das Gesundheitsamt Amberg darauf hin, dass eine Überprüfung und Aktualisierung des Impfschutzes nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen sinnvoll ist.

Dies zeigt sich zurzeit bei einem Masernausbruch in München und Umgebung: dort wurden bereits mehr als 200 Masernfälle registriert mit einer Altersspanne von 0 bis 54 Jahre.
Am stärksten sind Jugendliche und junge Erwachsene betroffen, während bisher nur wenige Erkrankungen bei Kindern beobachtet werden. Auffällig ist der hohe Anteil von Erwachsenen, die 1970 oder später geboren sind. Dies hängt mit einer „Impflücke“ zusammen, da diese Personengruppe entweder nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurde. Kinder werden dagegen zweimal gegen Masern geimpft und sind deshalb besser geschützt.
Die Erkrankung verläuft bei den Erwachsenen oft so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen, was bisher in München bei 75% der 30-39-Jährigen der Fall war. Darunter war auch eine Ambergerin, die beruflich in München tätig ist und sich dort angesteckt hat.

Die vom Gesundheitsamt bei den Einschulungsuntersuchungen erhobenen Impfraten belegen, dass
in unserer Region die meisten Kinder sehr gut geimpft sind, was für eine positive Einstellung der Eltern Impfungen gegenüber spricht und auch ein hohes Engagement der Haus- und Kinderärzte widerspiegelt. Erfahrungsgemäß werden später Auffrischimpfungen leicht vergessen.
Daher werden vom Gesundheitsamt derzeit in den 6. Schulklassen die Impfbücher eingesehen und die Eltern ggf. an Nachhol- und Auffrischimpfungen erinnert.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Robert Koch-Institutes zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland hat ergeben, dass viele Erwachsene keinen ausreichenden Impfschutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) und Diphtherie besitzen. Eine Auffrischimpfung gegen diese gefährliche Infektionskrankheiten ist eigentlich alle 10 Jahre fällig, wobei es seit einiger Zeit die Empfehlung gibt, mit der nächstanstehenden Tetanus-/Diphtherie-Impfung gleichzeitig gegen Keuchhusten zu impfen.
Hintergrund dafür ist, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der Keuchhusten-Erkrankten in Deutschland über 25 Jahre alt sind. Dies ist auf niedrige Impfraten und den mit der Zeit nachlassenden Impfschutz zurückzuführen. Bei etwa einem Viertel der Patienten werden Komplikationen wie Mittelohr-, Nebenhöhlen- und Lungenentzündungen festgestellt. Vor allem sind erkrankte Erwachsene die Hauptansteckungsquelle für Säuglinge und Kleinkinder, bei denen die Infektion sogar tödlich verlaufen kann.

Dass Keuchhusten wieder verstärkt auftritt, belegen mehrere Meldungen an das Gesundheitsamt in den letzten Tagen, die Erkrankten sind zwischen 12 und 53 Jahre alt. Zu beachten ist, dass Keuchhusten bei Jugendlichen und Erwachsenen oftmals als lang dauernder Husten ohne die typischen Hustenanfälle verläuft.

Gemeinsam mit dem Ärztlichen Kreisverband Amberg-Sulzbach ruft das Gesundheitsamt anlässlich des Bayerischen Impftages dazu auf, den Impfpass zu suchen und nachzuschauen, ob die Impfungen noch aktuell sind. Bei Zweifeln oder Unsicherheiten sollte der Hausarzt kontaktiert werden. Auch das Gesundheitsamt bietet gerne seine Unterstützung an. Telefonische Nachfragen sind unter der Nummer 09621/39-669 möglich.


Text: Dr. Roland Brey

Keuchhusten
Am 12. Juni ist bayerischer Impftag.
    

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