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22.04.2014

Impfen - ein Thema auch für Erwachsene!

Amberg-Sulzbach. Immer wieder sorgen Masern-Ausbrüche, die auf Impflücken bei Kindern und jungen Erwachsenen zurückzuführen sind, für Schlagzeilen. Fachleute stufen aber auch zu geringe Impfquoten bei Älteren als problematisch ein. Anlässlich der diesjährigen Europäischen Impfwoche weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass eine Überprüfung und Aktualisierung des Impfschutzes nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen sinnvoll ist.

Eine Studie des Robert Koch-Institutes zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland hat ergeben, dass viele Erwachsene keinen ausreichenden Impfschutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) und Diphtherie besitzen. Eine Auffrischimpfung gegen diese gefährlichen Infektionskrankheiten ist eigentlich alle 10 Jahre fällig, wobei es seit einiger Zeit die Empfehlung gibt, mit der nächstanstehenden Tetanus- Diphtherie-Impfung gleichzeitig gegen Keuchhusten zu impfen.
Hintergrund dafür ist, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der Keuchhusten-Erkrankten in Deutschland über 25 Jahre alt sind. Dies ist auf niedrige Impfraten und den mit der Zeit nachlassenden Impfschutz zurückzuführen. Bei etwa einem Viertel der Patienten werden Komplikationen wie Mittelohr-, Nebenhöhlen- und Lungenentzündungen festgestellt. Vor allem sind erkrankte Erwachsene die Hauptansteckungsquelle für Säuglinge und Kleinkinder, bei denen die Infektion sogar tödlich verlaufen kann.

Gerade für unsere Region ist auch die FSME-Impfung, also die Impfung gegen die durch Zecken übertragene Hirnhaut- bzw. Gehirnentzündung, von großer Bedeutung, wie die hohen Erkrankungszahlen der letzten Jahre zeigen. Die Zeckenaktivität ist zurzeit sehr hoch!
Nur etwa die Hälfte der Erwachsenen hat bei uns einen vollständigen Grundschutz, der durch drei Impfungen erworben wird. Kinder, die ein geringeres Erkrankungsrisiko haben, sind dagegen schon deutlich besser geschützt.

Schließlich werden für über 60-Jährige und chronisch Kranke standardmäßig auch die Influenza- und Pneumokokken-Schutzimpfung empfohlen. Während die Grippeimpfung jährlich aufgefrischt werden muss, ist die Impfung gegen Pneumokokken, Bakterien, die Lungenentzündungen verursachen können, in der Regel nur einmal erforderlich.

Für Reisende kommen je nach Reiseziel weitere Impfungen in Betracht.

Auskünfte zu Impfungen erteilen Haus-, Kinder- und Frauenärzte, aber auch das Gesundheitsamt berät telefonisch (09621/39-669), per Mail gesundheitsamt@amberg-sulzbach.de oder auch persönlich (möglichst nach telefonischer Voranmeldung) in der Hockermühlstr. 53 in Amberg.

Weitere Informationen zum Thema Impfen gibt es im Internet unter www.schutz-impfung-jetzt.de und www.impfen-info.de.


    

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