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03.10.2013

Herbstzeit ist Impfzeit - Grippe, FSME, Masern & Co.!

Amberg-Sulzbach. Alljährlich wird im Herbst zur Grippeimpfung aufgerufen. Das Gesundheitsamt Amberg will hierzu Hinweise geben und aktuelle Entwicklungen bei weiteren für unsere Region bedeutsamen Infektionskrankheiten aufzeigen:

Die Grippeschutzimpfung wird für Personen mit höherem Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko empfohlen. Das sind Ältere ab 60 Jahre, Personen mit Grundkrankheiten wie Diabetes oder Asthma, Schwangere, medizinisches Personal und alle Betreuer von Risikopatienten. Die Impfquoten sind in allen genannten Gruppen zu niedrig.

Der beste Zeitraum für die Impfung gegen Grippe ist Oktober und November. Eine Impfung kann aber auch später nachgeholt werden, selbst zu Beginn und im Verlauf der Grippewelle. Allerdings steigt dann das Risiko, dass man sich infizieren könnte, bevor der Impfschutz aufgebaut ist. Die Grippewelle 2012/2013 war stärker und dauerte länger als in vielen anderen Jahren. Dem Gesundheitsamt wurden von November bis April Erkrankungsfälle gemeldet, die meisten im Februar und im März. Bei über 180 Personen wurde die Influenza, also die echte Grippe, durch eine meldepflichtige Laboruntersuchung nachgewiesen, die tatsächliche Zahl der Erkrankten dürfte jedoch um ein Vielfaches höher liegen. Besonders betroffen war die Altersgruppe von 15 bis 60 Jahre, so dass in unserer Region mehrere Tausend und bundesweit mehrere Millionen Personen krankgeschrieben werden mussten.

Der Verlauf der kommenden Grippesaison ist nicht vorhersehbar. Engpässe beim Grippeimpfstoff, die im vergangenen Jahr auftraten, sollten heuer nicht mehr vorkommen.
Für Kinder ab zwei Jahren und Jugendliche bis 18 Jahre gibt es einen neuen, abgeschwächten Lebendimpfstoff, der als Nasenspray verabreicht wird und somit die Spritze erspart.

Wichtig, gerade in unserer wald- und wiesenreichen Region, ist auch die FSME-Impfung, also die Impfung gegen die durch Zecken übertragene Hirnhaut- und Gehirnentzündung.
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass 2013 ein starkes Zeckenjahr war, leider mit der Folge, dass mit 12 FSME-Erkrankungen ein neuer Rekord an gemeldeten Fällen in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach verzeichnet werden musste. Betroffen waren 9 Männer und 3 Frauen im Alter zwischen 17 und 82 Jahren. Alle wurden stationär behandelt. Nur einer war gegen FSME geimpft worden, allerdings war der Impfschutz nicht vollständig. Nach der Grundimmunisierung bestehend aus 3 Impfungen sind Auffrischimpfungen in Abständen zwischen 3 (bei über 50-Jährigen) und 5 Jahren (bei unter 50-Jährigen) erforderlich.

Seit 1.März gibt es in Bayern auch eine Meldepflicht für die Borreliose, die häufigste durch Zecken übertragene Infektionserkrankung in Deutschland. Das Gesundheitsamt erhielt von den niedergelassenen Ärzten bisher 66 Meldungen, die sich auf 31 männliche und 35 weibliche Personen im Alter zwischen 3 und 84 Jahren bezogen. Krankenhausbehandlungen wurden nicht berichtet, was auf den im Vergleich zur FSME geringeren Schweregrad dieser Erkrankung hinweist. Eine Impfung steht zwar nicht zur Verfügung, doch ist anders als bei der FSME eine Behandlung mit Antibiotika möglich.

Vom Masernausbruch in Bayern mit Schwerpunkt in Oberbayern mit über 700 gemeldeten Erkrankungen ist unsere Region bisher bis auf einen Fall verschont geblieben, was der hohen Durchimpfungsrate bei Kindern und Jugendlichen zu verdanken ist.
Ein Blick ins Impfbuch und gegebenenfalls eine Impfung ist jedenfalls gerade jüngeren Besuchern sehr zu empfehlen. Noch nicht lange gibt es die Erkenntnis, dass man einen ausreichenden Schutz erst nach 2 Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln hat, weshalb allen unter 40-Jährigen, die bisher nicht oder nur einmal geimpft worden sind, eine Auffrischimpfung empfohlen wird. Die vor 1970 Geborenen haben meist einen natürlichen Schutz durch die Auseinandersetzung ihres Immunsystems mit diesen Krankheitserregern in der Kindheit.

Impfungen werden von Haus-, Kinder- und Frauenärzten verabreicht, die Kosten übernehmen die Krankenkassen. Fragen zu Impfungen beantwortet auch das Gesundheitsamt Amberg unter der Telefonnummer 09621/39-669.

Text: Dr. Roland Brey

    

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