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02.02.2012

Die ersten 23 Asylbewerber im Landkreis angekommen

Amberg-Sulzbach. (usc) Schwierig gestaltet sich für das Landratsamt die Suche nach Unterkünften für Asylbewerber, die die Regierung dem Landkreis für einen vorübergehenden Aufenthalt zuteilt. Die ersten 23 Asylbewerber trafen am Mittwoch ein. Sie finden im Vilsthaler Hof in Ensdorf eine vorläufige Bleibe.

Der Zustrom vor allem aus dem asiatischen Raum nach Deutschland steigt deutlich an, wie Reinhard Ühlin, Leiter der Regierungsaufnahmestelle, bei der Ankunft des Busses aus der zentralen Aufnahmestelle Zirndorf berichtete. Es sind Familien und Ehepaare, aber auch Einzelpersonen, die am Mittwoch dem Landkreis zugeteilt wurden. Jeder von ihnen schaut auf seine individuelle schwierige Lebensgeschichte zurück, die ihn letztlich veranlasst hat die Heimat zu verlassen und in eine ungewisse Zukunft zu fliehen. Insbesondere für die Familien bedeutet dies eine enorme psychische Belastung.

Amberg-Sulzbach und der Landkreis Regensburg waren die beiden letzten Kreise, die noch keine Asylbewerber untergebracht haben. „Nach dem Pro-Kopf-Schlüssel der Regierung müssen wir weit mehr Personen aufnehmen,“ berichtet Pressesprecher Hubert Uschald. „Das wären für uns nach Regierungsangaben bis zu 150 Hilfe suchende Menschen."

Sozialamt und Ausländeramt haben die 23köpfige Ensdorfer Gruppe weiter zu betreuen. Da gilt es nicht nur die Verpflegung sicher zu stellen, sondern auch Schul- und Arztbesuch zu regeln, Fahrtmöglichkeiten nach Amberg zu schaffen sowie die Anmeldung im Ensdorfer Rathaus zu veranlassen. Bürgermeister Markus Dollacker, der die Ankunft der Asylbewerber persönlich mitverfolgte, sicherte dem Landratsamt unbürokratische Hilfe bei der Abwicklung zu und signalisierte das Angebot, die Betroffenen ins Gemeindeleben miteinzubinden.

Warmes Mittagessen kommt täglich aus der Klosterküche. Für Abendessen und Frühstück gibt es Lunchpakete. Die Wirtin des Vilsthaler Hofes, Walburga Dechant, schloss von Anfang an die kleinen Kinder der beiden Familien ins Herz. Bereits vorbereite süße Willkommensgrüße waren ein Zeichen dafür.

Die 13 Gemeinschaftsunterkünfte und zwei Ausweichquartiere – in Rötz und Berching – sowie die bislang wenigen dezentralen Unterbringungsmöglichkeiten reichen für die Oberpfalz nicht aus, und der Zustrom hält an. Deshalb ist der Landkreis auch weiterhin dringend auf die Hilfe von Hausbesitzern angewiesen, so Abteilungsleiterin Andrea Herrmann, der das Sozial- und Ausländeramt unterstellt sind.

Händeringend gesucht werden größere und kleinere Immobilien zur längerfristigen Anmietung durch die Regierung der Oberpfalz bzw. das Landratsamt, insbesondere Mehrfamilienhäuser, einzelne Wohnungen, Immobilien mit abgegrenzten Schlaf- und Gemeinschaftsräumen oder Beherbergungsbetriebe, die mindestens 20 Personen Platz bieten können.

Diese sollten solide gebaut , der Brandschutz gewährleistet sein. Es sollte kein Sanierungsbedarf bestehen, kein baurechtliches Genehmigungsverfahren mehr erforderlich sein und die Wohnungen zeitnah zur Verfügung stehen. Dafür ideal wären Ortschaften, die über die notwendige Infrastruktur, insbesondere über ärztliche Versorgung und Nahverkehrsanbindung an Amberg, verfügen.

Die Miete zahlt der Freistaat Bayern. Anfragen nimmt das Sozialamt, Tel. (09621) 39-534 oder 39 -525 entgegen.

Die ersten 23 Asylbewerber im Landkreis angekommen
23 Personen aus Serbien, aus der Ukraine, aus dem Iran und aus Pakistan finden im Vilstaler Hof eine vorübergehende Bleibe. Bild: Uschald
 
Die ersten 23 Asylbewerber im Landkreis angekommen
Reinhard Ühlin (rechts), Leiter der Regierungsaufnahmestelle, und Hausherrin Walburga Dechant hießen unter den 23 Asylbewerbern auch diese siebenköpfige Familie in ihrer neuen Bleibe willkommen. Bild: Uschald
   

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