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19.03.2015

Demenz im Mittelpunkt - Forum am 23. April in Ursensollen

Amberg-Sulzbach. Der demografische Wandel stellt Landkreise, Städte und Gemeinden vor immer größere Herausforderungen. Erkrankungen im Alter, wie z. B. die Demenz, nehmen zu. Das 7. Landkreis-Demenzforum am 23. April soll dazu beitragen, Wege für ein besseres Leben mit der Demenzkrankheit zu finden.

Das Thema der Veranstaltung lautet: „Einmal sterben, jeden Tag leben – demente Menschen am letzten Lebensweg begleiten“. Referentin ist die Pflegemanagerin und -wissenschaftlerin Dr. Tamara Gehring-Vorbeck. Sie arbeitet in der praxisorientierten Versorgungsforschung mit den Schwerpunkten Altern im Beruf, Wissen und Wissenstransfer im Berufsfeld Pflege/Demenz/Sterben. Lange Jahre war sie als Krankenschwester mit Weiterbildung zur Pflegedienstleitung und Heimleitung sowie in der neurologischen Intensivstation tätig und ist auch Geschäftsführerin des Instituts für Gerontologie und Ethik in Nürnberg. Sie hat u.a. das Fachbuch „Da sein: Demenz. Alter. Sterben. Engagement ist notwendig; ein Wegweiser für Pflegende zur Begleitung von Menschen mit Demenz in ihrer letzten Lebensphase“ veröffentlicht.

Nach einer kurzen Einführung in den demografischen Wandel und seine Folgen sowie einer Übersicht der gängigen Formen von Demenz unter dem Motto „Nicht alles ist Alzheimer, was eine Demenz ist“ lädt die Referentin alle Teilnehmer zu einer Workshop-Arbeit ein. Dabei geht es z.B. um die Frage, wie wir mit der Angst umgehen, dass Menschen mit Demenz „unsere“ Art des Denkens nicht mehr beherrschen. Sie stellt auch eine Studie vor, die versucht, darauf zu antworten, wann für uns persönlich Sterben beginnt, wie Menschen mit Demenz sterben, was diese Menschen überhaupt vom Sterben in ihrer letzten Lebensphase wissen, welche Aufgaben sich daraus für die Begleiter ergeben und welche Voraussetzungen für ein wertschätzendes Miteinander geschaffen werden können.

Bei einer Vorbesprechung stellte Ursensollens Seniorenbeauftragter Norbert Schmid den Veranstaltungsort vor. Sonja Scharl und Marion Graml von der Gemeindeverwaltung, zuständig für Seniorenarbeit und Nachbarschaftshilfe, sowie die stellvertretende Seniorenbeauftragte Maria Graml werden das Demenzforum organisatorisch unterstützen. SEGA-Geschäftsstellenleiterin Jutta Streher wird den Teilnehmern eine Reihe weiterer Schulungsmöglichkeiten vorstellen. Georg Pilhofer von der Gerontopsychiatrischen Koordinationsstelle Oberpfalz verwies darauf, dass das Thema Demenz und Sterben schon lange auf seiner Wunschliste gestanden habe. Carola Dirschka und Maria Schönberger vom Seniorennetz Kümmersbruck bringen ihre enormen praktischen Erfahrungen rund um den Themenschwerpunkt ebenso ein wie die AOVE, deren Projekt „Alt werden zuhause“ inzwischen zu einem weithin geschätzten Vorbild für viele Kommunen geworden ist, wie Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer bestätigen konnte. VHS-Leiter Manfred Lehner dankte allen Akteuren dafür, dass sie in vorbildlicher Weise ihre Kräfte bündeln; das Demenzforum sei deshalb im Landkreis-Veranstaltungskalender längst eine feste Größe.

Eingeladen sind zum Demenzforum nicht nur kommunale Entscheidungsträger und Aktive in der Seniorenarbeit, sondern vor allem auch pflegende Angehörige und Pflegekräfte von Pflegeeinrichtungen. Das kostenfreie Landkreis-Demenzforum, eine Gemeinschaftsveranstaltung von Landkreis-VHS, SEGA, AOVE sowie EBW und KEB findet am 23. April von 14:00 bis 17:00 Uhr im KUBUS (Mittelschule) der Gemeinde Ursensollen statt.

Eine Anmeldung ist bis zum 15. April 2015 bei der Landkreis-Volkshochschule, Obere Gartenstr. 3, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel. 09661/80-294 oder 80-295, Fax 09661/80-297, E-Mail info@vhs-as.de erforderlich.


Demenzforum - Vorbesprechung
Ein breite Allianz von Akteuren kümmert sich um Programm und Organisation des Landkreis-Demenzforums 2015: v.li. Marion Graml, Sonja Scharl, Maria Graml, Carola Dirschka, Maria Schönberger, 2.Bürgermeister Norbert Schmid, Dr. Tamara Gehring-Vorbeck, Waltraud Lobenhofer, Georg Pilhofer, Jutta Streher, Manfred Lehner
    

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