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11.03.2004

"Romantik" in der Region Amberg-Sulzbach

Romantik im Bayerischen Jura und in Amberg ist eines der Themen, die der eben erschienene Kulturführer „Die Zeit der Romantik in Ostbayern“ des Tourismusverbands Ostbayern (TVO) enthält. Ebenfalls neu die Broschüre „Urlaub im Zauber der Romantik“, die der TVO dieser Tage in Essing bei Kelheim vorstellte.

Romantik– darunter versteht man Gefühle, Phantasien, Sehn­süchte, aber auch die weltgeschichtliche Epoche in der Zeit von 1795 bis 1840. Im frühen 19. Jahrhundert ergriff die Romantik nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen und geistigen Lebens in Europa. Genauso rund 200 Jahre später in Ostbayern: die Urlaubsregion lädt ein, mit Geist und Seele in romantische, wunderbare und märchenhafte Wel­ten einzutauchen – von der Sehnsuchtromantik über die Burgenromantik bis zur Wildnisro­mantik, von der Kultur- über die Wasserromantik bis zur Städte- und Bäderromantik. Neben dem Urlaubsmagazin 2004 mit mehr als fünfzig roman­tischen Pauschalen gibt es den Kulturführer „Die Zeit der Romantik in Ostbayern“.

Als europäische Gegenbewegung zu Aufklärung und Rationalismus hat die Epoche der Romantik tief in das gesellschaftliche und geistige Leben der Menschen einge­griffen. Das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ wurde aufgelöst, mit dem Jahr 1806 beginnt die Geschichte des modernen Bayerischen Staates. Als Staats­lenker fungierte Maximilian von Montgelas, der Bayern in acht Kreise, benannt nach den Hauptflüssen, gliederte.

Die Oberpfalz wurde zum Regenkreis, Niederbayern zum Unterdonaukreis. Im Kulturführer „Die Zeit der Romantik in Ostbay­ern“ werden die Auswirkungen dieser Umwälzungen speziell in Niederbayern und der Oberpfalz aufgezeigt. Neben einem historischen Überblick geht es in diesem Kultur­führer vor allem auch um die Menschen, die zu dieser Zeit gelebt haben. Anhand be­deutender Persönlichkeiten, ihres Lebens und Wirkens, werden ver­schiedene Facetten der Romantik in Ostbayern beleuchtet.

Ein bedeutender Romantiker für Ostbayern war König Ludwig I. Er betrieb eine eifrige Bautätigkeit und schuf zum Beispiel die Befreiungshalle. Mit dem Ludwigskanal verwirklichte er die große Idee, Main und Donau zu verbinden. Ein weiterer Romantiker dieser Zeit war Johann Nepomuk Ringseis, 1785 in Schwarz­hofen bei Neunburg vorm Wald als Gastwirtssohn geboren.

Der aus ein­fa­chen Verhältnissen stammende, intelligente Knabe studierte in Landshut Medizin, fun­gierte unter anderem als Reisearzt des zukünftigen König Ludwigs, ehe er in München Karriere als Kreis- und Obermedicinalrath im Ministerium des Inneren machte. Überlieferte Märchen, Sagen, Mythen, Volkslieder, Gedichte und Sprich­wör­ter galten in der Zeit der Romantik als unmittelbarer Ausdruck der Gesellschaft und als fruchtbare Quelle für Kunstschöpfungen. Hier hinterließ der aus Amberg stam­men­de Gelehrte Franz Xaver von Schönwerth der Oberpfalz einen unvergleichlichen Schatz. Sein Lebenswerk bestand in der Überlieferung und Bewahrung der Oberpfäl­zer Sitten und Sagen, der Gebräuche und des alltäglichen Lebens.

Bekannt wie kein anderer Dichter der Romantik ist Freiherr Joseph von Eichendorff, dessen Familie aus Eichendorf im niederbayerischen Vilstal stammt. In seinem Werk „Aus dem Le­ben eines Taugenichts“ schuf er mit der „Blauen Blume“ das Symbol der Romantik schlechthin.

Den Kulturführer „Die Zeit der Romantik in Ostbayern“ gibt es für 2 Euro zuzüglich Porto beim Tou­ris­musverband Ostbayern, Luitpoldstr. 20, 93047 Regensburg, Tel. 0941/585390, Fax 0941/5853939, info@ostbayern-tourismus.de, www.ostbayern-tourismus.de.


    

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