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21.07.2021

Herzlichen Glückwunsch auch von Landrat Richard Reisinger!

Das St. Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg wurde mit dem 3. Platz des Bayerischen Demenzpreises ausgezeichnet

Amberg-Sulzbach/Nürnberg. Bayerns Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek hat herausragende Projekte mit dem Bayerischen Demenzpreis ausgezeichnet. Anlässlich der Preisverleihung Ende Juni betonte er: „Mein Ziel ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz sowie ihrer Angehörigen in Bayern weiter zu verbessern. Dafür brauchen wir kreative Initiativen. Wie das gehen kann, zeigen uns die Preisträger des Bayerischen Demenzpreises: Sie tragen mit ihren innovativen Projekten dazu bei, dass Betroffene ein Leben in der Mitte der Gesellschaft führen können und sind Vorbilder für ganz Bayern.

Die Zahl der Menschen mit Demenz ist groß. Bereits heute leben in Bayern mehr als 240.000 Betroffene, im Jahr 2030 werden es voraussichtlich 300.000 Menschen mit Demenz sein. Unser Ziel muss es daher sein, die Gesellschaft zu sensibilisieren und für mehr Akzeptanz zu sorgen. Wir brauchen eine Gesellschaft, in der Menschen mit Demenz mittendrin sind." Der Minister fügte hinzu: „Ich freue mich, dass das Interesse trotz der Pandemie so groß war und 47 interessante Projekte eingereicht wurden! Ich konnte in diesem Jahr daher neben den drei Preisträgern noch drei weitere Projekte mit einer Anerkennung auszeichnen.“

Der erste Preis ging an das Projekt „Leasinghühner“ des Seniorenzentrums Johann Hinrich Wichern aus Forchheim. Mit dem zweiten Preis wurde das Projekt „Interkulturelle Beratung und Unterstützung für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen“ des Vereins Helfende Hand International – HeHanI e. V. aus Nürnberg. Der dritte Preis würdigt das Projekt „Stationsübergreifende Demenzbetreuung im Akutkrankenhaus“ des St. Anna Krankenhauses in Sulzbach-Rosenberg.

Zum Projekt
Das Projekt wurde bereits im Jahr 2014 durch die frühere Pflegedienstleitung Inge Nösner ins Leben gerufen und wird seither fortgeführt und stetig weiterentwickelt. Ziel war und ist es, das Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten mit Demenz während eines stationären Krankenhausaufenthalts zu stärken. Für das Projekt wurde ein ehemaliges Patientenzimmer durch ein entsprechendes Farb-, Licht- und Raumkonzept an die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz angepasst und mit demenzgerechtem Mobiliar zum sog. „Sonnenstüberl“ umfunktioniert. Verantwortlich für die Durchführung des Projekts ist Stefanie Wiesend, die im Stab der Pflegedirektion als Demenzbeauftragte fungiert. Unterstützt wird Frau Wiesend von geschultem Personal und ehrenamtlichen Unterstützern.

Das St. Anna Krankenhaus kann seinen an Demenz erkrankten Patientinnen und Patienten so eine ressourcenorientierte Betreuung und Aktivierung anbieten. Im „Sonnenstüberl“ wird beispielsweise gemeinsam das Frühstück zubereitet und eingenommen. Das spezielle Geschirr unterstützt Patientinnen und Patienten mit Demenz dabei, möglichst selbstständig essen und trinken zu können. Bei Bedarf wird bei der Nahrungsaufnahme geholfen. In der Gruppenbetreuung erfolgt Erinnerungspflege anhand von Erinnerungskarten oder die Gruppe widmet sich einem Gesellschaftsspiel. Der Krankenhausaufenthalt ist durch die stationsübergreifende Demenzbetreuung für die
Betroffenen mit einer geringeren Belastung verbunden und ermöglicht eine schnellere Genesung. Und auch den pflegenden Angehörigen geht es besser, wenn sie ihre nahestehenden Menschen mit Demenz im Krankenhaus -abgesehen von der medizinischen Behandlung- gut aufgehoben wissen.

Vorstand Roland Ganzmann freut sich über die Auszeichnung und die damit verbundene Wertschätzung dieser wichtigen und wertvollen Dienstleistung. „Dieses Herzens-Projekt hat sich direkt aus der Nähe und der Zuwendung unseres Personals zu unseren Patienten entwickelt und passt toll zu unserem Anspruch als Kliniken mit Herz. Ich bin der festen Überzeugung, dass derartige Ideen in ausschließlich großen Klinikmaschinerien, wie sie teilweise von einigen Experten für die Zukunft gefordert werden, gar nicht erst entstehen könnten.“ Pflegedirektorin Sabine Hirsch ergänzt: „Ohne das Engagement unserer ehrenamtlichen Demenzbetreuer wäre die Durchführung des Projekts nicht möglich. An dieser Stelle möchte ich einen großen Dank an unsere zahlreichen, langjährigen ehrenamtlichen Unterstützer aussprechen, auch im Namen der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten.“

Ein weiterer Dank gilt der Firma Arados, die das Team des Sonnenstüberls mit einheitlichen Polo-Shirts ausgestattet hat. So ist eine eindeutige optische Zuordnung der „Demenzbetreuer“ möglich. Der Bayerische Demenzpreis wird seit 2015 verliehen. Für den Preis können sich Verbände, Vereine, Kommunen, Schulen, Organisationen und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, Körperschaften des Öffentlichen Rechts sowie Unternehmen bewerben.

Die Aufzeichnung der Verleihung sowie weitere Informationen zum Bayerischen Demenzpreis finden Sie unter www.demenzpreis.bayern.de.

Text: St. Anna Krankenhaus

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