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Vogelgrippe

Was ist Geflügelpest?

Die Geflügelpest ist eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza oder Vogelgrippe. Sie kann alle Geflügelarten befallen, am schwersten erkranken Hühner und Puten. Die Krankheit verläuft sehr rasant mit deutlichen Krankheitszeichen und führt innerhalb weniger Tage zum Tod der Tiere.

Erreger der Geflügelpest sind hochpathogene, d. h. stark krankmachende, aviäre (=Vogel-) Influenzaviren, die zum Subtyp H5 oder H7 gehören. Aviäre Influenzaviren anderer Subtypen (es gibt insgesamt 15) sind geringpathogen und verursachen nur leichte grippeähnliche Erkrankungen beim Geflügel. Sie gelten nicht als Geflügelpest.

Die Geflügelpest ist sehr ansteckend. Kranke Tiere scheiden mit Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit, also allen Körperausscheidungen, massenhaft Virus aus. Die Ansteckung von Geflügel erfolgt durch direkten Kontakt mit kranken Tieren oder deren Ausscheidungen oder durch Kontakt mit infiziertem Material wie Dung, Transportkisten, Eierkartons, Gerätschaften, Fahrzeuge. Bei starker Staubentwicklung ist auch eine indirekte Ansteckung über die Luft möglich. Häufig verschleppt der Mensch mit seiner Stallkleidung, dem Schuhwerk o.ä. den Erreger. Auch Wildvögel können sich anstecken und den Erreger weitertragen, dabei müssen sie nicht unbedingt selbst erkranken.

Wo tritt derzeit Geflügelpest auf?

Das Geflügelpestgeschehen im asiatischen Raum breitet sich aus. Nach Ausbrüchen in Indonesien, Japan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Pakistan, Südkorea, Thailand, Vietnam sowie der Volksrepublik China einschließlich Hongkong ist die Tierseuche inzwischen auch in Kasachstan (Region Pavlodar) und Russland (Region Novosibirsk) festgestellt worden. Die Infektionen werden in beiden Ländern auf den direkten Kontakt zwischen Hausgeflügel und wilden Wasservögeln zurückgeführt. Das EU-Recht erlaubt seit vielen Jahren keine Einfuhren von lebendem Geflügel, Geflügelfleisch und Eiern aus Russland und Kasachstan mehr. Die Europäische Kommission hat mittlerweile einen Entwurf für ein entsprechendes Einfuhrverbot für andere Vögel als Geflügel sowie für unbehandelte Federn und Federteile vorgelegt. Darin sollen Russland und Kasachstan in die bereits aus Kambodscha, Laos, Pakistan, Volksrepublik China einschl. Hongkong, Thailand, Vietnam, Indonesien und Malaysia bestehende Drittlandliste aufgenommen werden.

Ist Geflügelpest ansteckend für den Menschen?

Obwohl Influenzaviren auch beim Mensch und verschiedenen Tierarten wie Pferd und Schwein vorkommen und Grippeerkrankungen hervorrufen, handelt es sich nicht um einen einheitlichen Erreger, der ohne weiteres von einer Spezies auf die andere übergeht. Am ehesten ist noch ein Wechsel zwischen Mensch und Schwein möglich.

In den letzten Jahren wurde aber auch eine Reihe von direkten Übertragungen des aviären Influenzavirus (AIV) auf den Menschen bekannt. Derzeit existieren allerdings keine Hinweise auf das Auftreten eines H5N1-Influenzavirus in Asien, das die Speziesbarriere zum Menschen soweit überwunden hat, dass es in der Lage ist, leicht von Mensch zu Mensch übertragen zu werden. Die Gefahr der Entstehung eines solchen Virus in der Region Südost-Asien ist aber aufgrund der in einigen Teilen der Region wieder unkontrolliert auftretenden Geflügelpest nicht gebannt.

Wie können Geflügelhalter eine Ansteckung ihres Geflügels vermeiden?

Da die Geflügelpest nicht nur durch direkten Kontakt von erkranktem zu gesundem Geflügel übertragen wird, sondern auch durch mit dem Erreger verschmutzte Gegenstände wie Stallgeräte, Transportkisten, Eierpappen, Futter, Mist, Fahrzeuge und den Menschen (Kleidung, Schuhe) weiterverbreitet wird, müssen solche Kontakte vermieden werden.

Alle seuchenvorbeugenden Maßnahmen wie regelmäßige Reinigung und Desinfektion, Wechsel der Kleidung und Schuhe bei Betreten des Stalles, kein Austausch von Geräten u.ä. zwischen verschiedenen Geflügelhaltungen, Minimierung des Personen- und Fahrzeugverkehrs usw. müssen strikt eingehalten werden.Alle Kontakte zu erkranktem Geflügel sowie zu Menschen, Geräten und Fahrzeugen, die damit in Berührung gekommen sind, sind zu vermeiden.

Kann man noch Geflügelfleisch, Eier und andere Geflügelprodukte essen?

Alle im Handel befindlichen Geflügelprodukte können bedenkenlos verzehrt werden, da sie nur von gesunden Tieren aus gesunden Beständen stammen.

Der Erreger der Geflügelpest hat über die Ernährung keinen Einfluss auf die menschliche Gesundheit.

Um der Weiterverbreitung der Seuche auf andere Geflügelbetriebe vorzubeugen, werden dennoch nicht nur die erkrankten, sondern auch die ansteckungsverdächtigen Tiere getötet und unschädlich beseitigt.

Darf man Geflügel gegen Geflügelpest impfen und ist es sinnvoll?

Es ist in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft verboten, gegen Geflügelpest zu impfen und es gibt derzeit auch keinen spezifischen zugelassenen Impfstoff.

Die Prüfung von Impfstoffen hat gezeigt, das durch Impfung zwar eine Erkrankung verhindert werden kann, das Seuchenvirus sich aber dennoch im Tier vermehrt und auch ausgeschieden wird, allerdings in geringerem Maße. Das könnte zu einer unerkannten Weiterverbreitung des Seuchenvirus führen und die Seuche bei uns heimisch machen.

Das Ziel der Bekämpfung ist jedoch die Tilgung der Seuche und des Erregers.

Wie ist das weitere Vorgehen?

Das BMELV hat eine Aufstallungsverordnung erlassen, der folgende Elemente enthält

  • Erarbeitung eines flächendeckenden Wildvogelmonitorings durch das FLI
  • Generelles Aufstallungsgebot für Geflügelhaltungen (Hühner, Puten, Enten, Gänse)
  • Regionale Maßnahmen für den Landkreis Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg
  • Lockerung der Stallpflicht unter Auflagen

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