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Fuchsbandwurm - Echinokokkose

Erreger:

Ein nur 4 mm großer Bandwurm (Echinococcus multilocularis)

Bei Bandwürmern gibt es grundsätzlich verschiedene Entwicklungsstadien der Parasiten im Menschen, je nachdem ob er als Endwirt oder als Zwischenwirt befallen wird. Normalerweise sind sie im Endwirt (z. B. Fuchs, Hunde und Katzen) nur im Darm vorhanden und bei Befall nicht unbedingt lebensgefährlich. Ganz anders verhält sich die Entwicklung im Zwischenwirt.

Infektionsweg:

Durch Aufnahme der Bandwurmeier

Durch Bildung sogenannter Bandwurmfinnen oder –zysten ergibt sich für den Zwischenwirt (z. B. Mäuse) bei Befall mit Echinokokkose nicht sofort eine akut lebensbedrohliche Situation. Da die Echinokokkenzysten zu Beginn des Befalls außergewöhnlich klein sind, lässt sich die Infektion zunächst nur mittels blutserologischer Untersuchung nachweisen und dies auch erst ab einem gewissen Zeitraum nach der Aufnahme des Erregers. Dabei gibt es nicht nur die Infektionsmöglichkeit über den Mund, sondern in weniger häufigen Fällen auch über das Einatmen von infektiösen Staubteilchen in die Lunge.

Gefahr für den Mensch:

Durchwucherung der Leber mit alveolärer Echinokokkose

Die Echinokokkenzysten wachsen beständig weiter und verdrängen oder durchwuchern zumeist das lebenswichtige Gewebe der Leber. Häufig wird erst infolge von Ausfallserscheinungen dieses Organs die Erkrankung bemerkt, die Infektion liegt dann unter Umständen Jahrzehnte zurück. In diesem Spätstadium sind sowohl die operative, als auch die medikamentelle Behandlung schwierig.

Kinder sind beim Spielen mit Hund und Katze besonders gefährdet.

Vorbeugung:

Nur gekochte Waldfrüchte verzehren; tote Füchse nicht anfassen; mäusefressende Katzen und Hunde regelmäßig gegen Bandwürmer entwurmen!

Aus diesen Gründen bedarf es einer rechtzeitigen Erkennung der Erkrankung und vorbeugender Maßnahmen. Die infektiösen Bandwurmeier überstehen sehr niedrige Temperaturen von weniger als - 40 °C. Durch Tiefgefrieren von Waldfrüchten (Pilze, Beeren, aber auch Fallobst) lässt sich somit kein vorbeugender Schutz erreichen. Um eine sichere Inaktivierung der Erreger zu erreichen ist Abkochen nötig. Von gekochten Waldfrüchten, Pilzen, Gelee und Marmelade ist keine Gefährdung zu erwarten.

Einzelne Personenkreise, wie etwa Jäger, aber auch Wanderer sind durch den möglichen direkten Kontakt mit Füchsen besonders gefährdet. Tote Füchse sollten, wenn überhaupt, dann nur mit Plastikhandschuhen berührt werden.

Waldnahe Gärten sollten fuchssicher eingezäunt bzw. Fuchsbauten in Gärten nicht geduldet werden.

Sind im Kot insbesondere der Katze, weiße fliegeneiergroße Stippchen sichtbar, sollte sofort auf Ecchinococcose untersucht werden.

Häufig vergessen wird, dass sich die Fuchsbandwürmer auch in mäusefressenden Katzen und Hunden entwickeln können. Eine regelmäßige Entwurmung dieser Haustiere gegen Bandwürmer ist nötig. Wurmmittel gegen Rundwürmer sind in der Regel nicht gegen Bandwürmer wirksam.

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